Fasten ist mehr als nicht essen. Diesem "mehr" soll dieser Kurs gerecht werden.

Fasten und was es bewirkt

Fasten ist eine zeitlich begrenzte Pause der Nahrungszufuhr, die zur Reinigung und Regeneration des Körpers führt. Richtig durchgeführtes Fasten ist äusserst risikoarm und führt zur Verbesserung der Gesundheit und der Lebensqualität.

Im Fasten ernährt sich der Körper von seinen Fettdepots und sonstigen Reserven, dadurch werden auch viele Giftstoffe, entzündliche Abbauprodukte, Proteinablagerungen und Fettpolster abgebaut und ausgeschieden (Entschlackung, Entgiftung). Eine geringe Eiweissmenge wird dabei auch mobilisiert. Der Hauptbrennstoff im Fasten ist aber ab dem 2. Fastentag das eingelagerte Fett und nicht das Eiweiss.

Die Leistungsfähigkeit der Muskulatur verbessert sich beim Fasten und alle Risikofaktoren für Herz- und Kreislauf werden günstig beeinflusst. Die Abwehrkraft (Immunabwehr) wird erhöht und das Denkvermögen gesteigert.

In jeder Beziehung fühlt sich der fastende Mensch leichter und benötigt in der Regel weniger Schlaf. Die beim Fasten stattfindende Darmreinigung kann die Haut erfrischen und aktiviert die Lebenskraft, lockert die Muskeln, macht den Kopf frei für neue Aufgaben. Die Zellen können sich regenerieren und der Alterungsprozess wird auf natürliche Art verzögert. Fastenärzte propagieren das Heilfasten als Vorsorge und zur Heilung oder Linderung einer ganzen Anzahl vor allem chronischer Krankheiten: Übergewicht und Untergewicht, Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Herzkrankheiten, rheumatische und entzündliche Erkrankungen, Erkrankungen der Verdauungsorgane, Allergien, der Haut, bei Schmerzsyndromen wie Migräne, Kopfschmerzen und anderen chronischen Schmerzzuständen.


Angst vor Hunger oder Entzug

Wer noch nie gefastet hat, hat oft diese Befürchtungen, meistens umsonst. Fasten ist Leben aus gespeicherten Reserven, Ernährung von innen. Sobald keine feste Nahrung mehr zugeführt wird, stellt sich der Stoffwechsel um. Die Produktion der Magensäfte wird eingestellt, dadurch schwinden bald auch die Hungergefühle.

Fasten ist wesentlich einfacher als Diäten oder reduziertes Essen. Die Fastenwoche ist oft Auftakt zur Ernährungsumstellung und lehrt uns, viel zu trinken, bewusster zu essen und mehr zu geniessen. Man spürt dann wieder, welche Nahrung uns gut tut und welche nicht.


Fasten – ein ganzheitlicher Prozess

Neben den körperlichen Auswirkungen einer Heilfastenkur sind aber auch die seelischen Vorteile unübersehbar.

Fasten befreit von körperlichen und seelischen Belastungen. Es hilft uns, unser Leben bewusster zu gestallten und ihm eine Richtung zu geben: zufriedener, offener, gelöster, freier und intensiver zu leben.

Fasten ist eine Einladung zur Erneuerung. Während des Fastens können die TeilnehmerInnen für sich wertvolle Erfahrungen mit Körper, Geist und Seele sammeln. So findet durch die Entschlackung des Verdauungssystems eine allgemeine Umstimmung statt, durch welche Blockaden in den Selbstheilungskräften gelöst werden. Die seelisch-geistige Umstimmung durch die Heilfastenkur trägt zur tiefen Entspannung bei, hebt die Stimmung (positives Denken) und steigert die geistige Leistungsfähigkeit.

Fasten hilft, aus festgefahrenen Alltagsritualen auszusteigen und sich auf neue Erfahrungen einzulassen, innerlich einmal zur Ruhe zu kommen, zu sich selbst finden, sich auf wichtige Entscheidungen einzustellen und sich von psychisch belastenden Ereignissen des Lebens zu verabschieden .
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